#209 Corona und das Kollektiv

Jahrelang hat man uns Menschen angeleitet egoistisch zu sein, Ellenbogen einzusetzen und auf seine eigenen Vorteile zu achten. Jedes Kind ist „etwas Besonderes“ und wird entsprechend sozialisiert und zum Individuum, das alles erreichen kann, erzogen. Und jetzt plötzlich rückt das Individuum in den Hintergrund, das Kollektiv ist wichtig, denn nur die Gemeinschaft kann das Problem (Corona) lösen. Solidarität ist gefragt.

Aber das ist ja praktisch: Denn im Moment kann ich mir die Solidarität mit einer Impfung holen, ohne dass ich selbst etwas dazu beitragen, Zeit investieren oder Sozialdienst und ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben muss. Solidarität definiert sich derzeit ausschließlich über die Impfung.

Das ist etwas einfach gedacht: Ehrliche und langfristige Solidarität schaut für mich anders aus.

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