#185 Corona und der Friedensnobelpreis

Immer wieder werde ich in Diskussionen gefragt, was denn meine Lösung wäre. Impfgegner (das bin ich nicht und dagegen wehre ich mich ausdrücklich) würden ja nur kritisieren und nicht konstruktive Ideen auf den Tisch legen. Naja, wenn ich jetzt die ultimative Lösung hätte, würde ich wohl den nächsten Friedensnobelpreis gewinnen… Also nein, ich habe sie nicht – die eine Lösung – aber ich wiederhole gerne, was meine Überlegungen sind.

Impfen ist ein (großer) Teil der Lösung, aber in meinen Augen eben nicht die einzige. Und vor allem eine sehr kurzfristige, wie die relativ kurze Wirksamkeit der Impfung und neue Varianten wie „Omikron“ zeigen.

Inzwischen werden Maßnahmen nicht mehr alleine an den Inzidenzen festgemacht, sondern in erster Linie mit der Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems gerechtfertigt. Aber wäre es dann nicht viel sinnvoller ein stärkeres Risikoprofil zu erstellen?

Wer sind denn diese ungeimpften Personen auf der Intensivstation? Stimmt es, dass es in erster Linie Menschen über 50 Jahre sind, die bspw. adipös sind oder andere Risikofaktoren habe?. In erster Linie – natürlich gibt es auch „andere“, aber diese Ausreißer gibt es bei jeder Krankheit und auch bei den geimpften Personen.

Warum zielen Impfkampagnen und Aufklärungsgespräche nicht auf Personengruppen ab, die im Falle einer Erkrankung wirklich das Gesundheitssystem überlasten?

Warum sieht man die natürliche Immunabwehr nicht als Chance sondern als Risiko? Genesene Personen haben – wie auch geimpfte Personen – ein viel geringeres Risiko schwer zu erkranken.

Warum setzt man nicht mehr auf die Hygienemaßnahmen und auf den Verzicht von Großveranstaltungen?

Warum setzt man nicht mehr auf verpflichtende regelmäßige Tests für alle? Menschen, die sich nicht impfen lassen können und daher besonders schützenswert sind, profitieren viel mehr von solchen Maßnahmen als vor einer hohen Impfquote mit der sich alle in trügerischer Sicherheit wiegen.

Entscheidungen sollten zukünftig von der Wissenschaft oder zumindest auf der Basis der Wissenschaft getroffen werden. Die Politik hat hier eigentlich genauso wenig verloren wie die Medien – beides polarisiert. Maßnahmen müssen verhältnismäßig, nachvollziehbar, umsetzbar und lebbar sein. Regelmäßiges Testen sollte für einen längeren Zeitraum genauso zur Selbstverständlichkeit werden wie Hygienemaßnahmen und das Verzichten auf unkontrollierbare Großveranstaltungen. Transparente Daten, eine wertschätzende Kommunikation und einsehbare begleitende Studien würden das Vertrauen, die Akzeptanz, den Zusammenhalt und das Mittun sicherlich wieder zurückbringen und fördern. Und nicht zuletzt: Dem Thema Corona weniger Platz lassen und das Verbindende vor das Trennende stellen. Mein Wort zum Sonntag 😉

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