#127 Corona und das Steuergeld

„Koste es was es wolle“ – ein Slogan, der anfangs imponierte, aber nach über einem Jahr Pandemie ist es doch legitim das Gießkannenprinzip zu hinterfragen. Es ist schließlich ein beträchtlicher Schulden-Rucksack, den wir unseren Kindern hinterlassen.

Gratismasken-Aktion für über 65-jährige Personen: Abgesehen davon, dass die Umsetzung nicht ganz reibungslos funktioniert hat, kostete die Aktion rund 14 Mio. Euro. Wobei der Einkauf der 18 Millionen Masken lediglich 6,5 Mio. Euro kostete – der wirkliche Gewinner war die Post, denn die verdiente mit dem Versand rund 7,5 Mio. Euro.

Gratis-Test-Aktion: Hier wird nach dem „eh schon wurscht“-Prinzip gehandelt. Denn es kann sich jeder so oft zum Test anmelden wie er will – also auch täglich, obwohl das gar nicht notwendig wäre. Auch die Tatsache, dass die Schultests nicht für andere Aktivitäten wie Vereine, Kultur oder Gastronomie gelten, treiben die Test-Kosten in die Höhe. Aber eben „eh schon egal“, denn bei uns können sich auch Schweizer StaatsbürgerInnen auf österreichische Steuerkosten gratis testen lassen.

Weil wir in der Digitalisierung nachhinken, müssen 400.000 Impf-Formular-Seiten händisch nachgescannt werden. Ich bin mir sicher eine externe Firma freut sich über den Auftrag, der auf Grund der Dringlichkeit natürlich nicht ausgeschrieben werden muss.

Ebenso wenig wie die Vergabe der Teststraßen ordnungsgemäß ausgeschrieben wurde und einfach dem Roten Kreuz zugespielt wurde: Koste es was es wolle!

Auch die Dornbirner Messe wurde heimlich subventioniert, denn anscheinend werden 60.000 Euro monatlich für die Anmietung der Hallen im Messegelände bezahlt – das umfasst bestimmt auch das Notfall-Krankenhaus, das mehrfach auf- und abgebaut und nie gebraucht wurde.

Von den ganzen Werbekampagnen rede ich noch gar nicht, ich glaube da braucht es einen zweiten Blog-Artikel…

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