#126 Corona und die Fake News

Ich frage mich in letzter Zeit immer, warum es Fake News im Moment so leicht haben verbreitet zu werden. Vor allem dann, wenn es gegen die „allgemeine Corona-Linie“ geht. Meine einfache Antwort darauf: Die Politik bzw. die Kommunikation der Politik informiert sehr einseitig und das ebnet den Boden für alle kontroversen Meinungen – egal ob recherchiert, wissenschaftlich fundiert oder überprüft, es ist einfach den Gegenpol zum Corona-Mainstream einzunehmen.

Für die Entscheidungsträger gibt es lediglich „Impfung für alle“ als Lösung – kein Wunder, dass als Gegenpol „Impfen ist keine Lösung“ präsentiert wird. Würden die Entscheidungsträger hingegen umfassend aufklären und bspw. offen kommunizieren, dass natürlich Immunisierte nicht zwingend notwendig gleich geimpft werden müssen, dass junge Menschen nicht denselben Zeitdruck beim Impfen haben wie ältere Personen und Risikopatienten, da eine Impfung möglicherweise nur vor einem schweren Verlauf, nicht aber vor der Übertragung schützt oder wenn man die Möglichkeit schaffen würde sich den Impfstoff auszusuchen – all dies würde den Fake News die Grundlage entziehen und sie hätten keine so große Bühne mehr.

Auch beim Thema FFP2 Masken könnte man die Kommunikationsstrategie so anlegen, dass den Mutmaßungen über Atemstörungen, Hautirritationen und psychische Störungen jegliche Basis genommen wird, weil eben auf diese Risiken offen hingewiesen wird und erklärt wird, warum man sich trotzdem dafür entschieden hat. By the way könnte man sich dann auch gleich überlegen, warum so willkürliche Grenzen beim Maske-Tragen gezogen werden: In der Volksschule sind alle Kinder in der Schule – ohne Maske, in der Unterstufe ist nur die Hälfte der SchülerInnen anwesend – mit Maske und in der Oberstufe ist auch die Hälfte anwesend – mit FFP2 Maske. Getestet sind alle, Überträger können auch alle sein – warum also diese Zäsur?

Es war noch nie so einfach sich zu informieren und gleichzeitig noch nie so schwierig die „richtigen“ Informationen herauszufiltern und zu überprüfen. Umso wichtiger wäre eine gute Kommunikationspolitik der Entscheidungsträger und die lässt sich eben nicht an Stabstellen und Inseratenbudget messen…

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