#59 Corona und das eine Leben

Alle, auch unsere Kinder, haben nur das eine Leben. Auch sie haben nur einen ersten Schultag, kommen nur einmal zur Erstkommunion, schließen die Volksschule nur einmal ab, müssen sich nur einmal für eine weiterführende Schule entscheiden, freuen sich nur einmal auf eine Wienwoche, feiern nur einen Maturaball und ein Valet, lernen beim Ausgehen ihre erste große Liebe kennen, nabeln sich nur einmal vom Elternhaus ab, beginnen ihre Ausbildung, freuen sich auf die Uni – all das ist auch nicht nachholbar. Gerade darum ist es wichtig, dass unsere Kinder endlich wieder ein „normales“ Leben führen dürfen.

Aber nicht nur für die Kinder, auch für die älteren Menschen gilt dieses Credo: Nach bald einem Jahr Einsamkeit, Verzicht auf den regelmäßigen Kontakt mit Enkelkindern, Familie und Freunde und die fehlenden Reisen, Kulturangebote, Ausflüge und Jasserrunden, hört man zunehmend Stimmen, dass sie sich ihre letzten Jahre so bestimmt nicht vorgestellt haben. Wenn ich dann darüber nachdenke, dass jemand, der jetzt stirbt, sein letztes Lebensjahr so in Erinnerung hat, stimmt mich das auch traurig. Denn eben alle haben nur das eine Leben!

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