#8 Corona und die Französische Revolution

In einem Schreiben von Bundesminister Faßmann an die Eltern vom 14. November 2020, gibt er uns Eltern „Tipps zur Gestaltung des Alltags beim Distance-Learning“:

  1. Stehen Sie wie gewohnt an einem Arbeits- und Schultag auf, und wecken Sie auch Ihre Kinder wie gewohnt. Behalten Sie Ihre Alltagsroutinen bei (Duschen, Anziehen, Frühstücken etc.).
  2. Versuchen Sie einen täglichen Ablauf zu Hause zu finden, den Sie gemeinsam mit Ihren Kindern festlegen. Struktur ist besonders wichtig für das Lernen zu Hause. Planen Sie auch Lernpausen ein.
  3. Versuchen Sie für Ihre Kinder einen separaten, ruhigen Arbeitsplatz zu schaffen, der diesen für die gesamte Zeit zur Verfügung steht. Lern- und Spielräume sollten wenn möglich getrennt werden.

Aus dem Leben gegriffen! Wir duschen nämlich immer am Abend, sind zu Hause gerne in der Jogginghose, frühstücken nicht und machen unsere Hausaufgaben am Küchentisch. Ich habe mich beim Lesen gefragt, wie sich wohl Familien fühlen, die in einer 3-Zimmer-Wohnung mitten in der Stadt wohnen und den Kindern keinen separaten, ruhigen Arbeitsplatz, der vom Spielraum getrennt ist, einrichten können. Wohl so wie die BürgerInnen in Frankreich kurz vor der Französischen Revolution, als Marie Antoinette auf die Hungersnot angesprochen, antwortete: Wenn die Menschen kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!“ Überheblich und realitätsfremd, mehr fällt mir dazu nicht ein!

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