#9 Corona und das Skifahren

Auch wir gehen skifahren. Kein Verkehr, kein Anstehen, freie Pisten – da nimmt man doch das Picknick im Schnee, das Pinkeln im Freien und die Maske beim Liftfahren gerne in Kauf. Dennoch ist es skurril: Im Freien beim Anstehen und in der nur halb besetzten Gondel muss ich eine FFP2 Maske tragen, in Öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. überfüllte Schulbusse) nicht. Wird der Bubble beim Skilift blockiert, genügt eine normale Maske, sonst nicht. Skihütten mit Verkehrsanbindung dürfen Take-away anbieten, andere nicht. SchülerInnen ab 10 Jahren müssen in der Schule durchgehend Maske tragen, beim Skifahren nicht. Kinder dürfen zwar nicht in die Schule, aber die Skischule hat geöffnet.

Aber das Allerskurillste ist: Eine Mama erzählt mir, dass sie ihre Kinder nicht in die Schul-Betreuung schickt, da sie die Home-Schooling-Zeit nutzen, um jeden Vormittag skifahren zu gehen. Die Generation Corona kann skifahren, aber nicht sinnerfassend lesen? Wie fühlen sich bei solchen Aussagen eigentlich jene Familien, die durch Jobverlust und / oder finanzielle Schwierigkeiten von ganz anderen Sorgen geplagt werden? Ist für diese Familien das teure Hobby skifahren nicht so weit weg wie für mich „auf den Mond fliegen“?

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