#2 Corona und das Gießkannenprinzip

Ich habe mir eine Packung FFP2 Masken gekauft: Preis 15 Euro für 5 Stück. In den Nachrichten wird am selben Tag verkündet, dass mit dem Gratis-Versand von 10 Stück FFP2 Masken an über 65-jährige Personen begonnen wird. In Österreich leben ca. 1,7 Millionen über 65-jährige. Eine  einfache Milchmädchenrechnung: 1 Maske kostet im Großeinkauf 1 Euro plus 2 Euro Porto. Das wären dann 1,7 Mio x 12 Euro, ergibt 20,4 Millionen Euro. Warum wird hier das Gießkannenprinzip angewendet? Können sich tatsächlich 1,7 Millionen Österreicher keine 30 Euro leisten, um sich selbst 10 Stück FFP2 Masken zu kaufen? Wäre es nicht sinnvoller hier gezielt vorzugehen? Beispielsweise nur jene Personen zu berücksichtigen, die rezeptgebührenbefreit sind?

Letzten September habe ich mich sehr über die Sonderzahlung der Familienbeihilfe gefreut. Doch auch hier: Gießkannenprinzip. Interessanterweise gibt es auch ca. 1,7 Millionen Kinder, für die in Österreich Kinderbeihilfe bezogen wird, dabei ist doch anzunehmen, dass nicht alle diese Familien am Existenzminimum leben? Während dieses Geld bei einigen Familien quasi „untergeht“, ist es bei denen, die es wirklich brauchen, nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das einzig Positive, das ich diesen beiden Beispielen abgewinnen kann: Wenigstens einmal bekommen Familien (Sonderzahlung von 360 Euro pro Kind) mehr als Pensionisten (Naturalien im Wert von 10 Euro)! 😉

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